Die
wirtschaftliche und gesellschaftliche Realität ist zunehmend geprägt
von Elementen, die künftige Kompetenzstrukturen - Ziel aller Qualitätsbemühung
von Schule - prägen werden:
-
Zunehmende
Virtualisierung der Arbeits- und Lebenswelten, d.h. der Umgang mit
abstrakten Symbolen wird immer bedeutsamer
-
globale
Vernetzung und Entgrenzung der Handlungsstrukturen, d.h. früher
räumlich gebundene Arbeits-, Informations- und Kommunikationsprozesse
werden entgrenzt
-
Fragmentierung
und Individualisierung von Arbeitsverhältnissen und Berufsbiografien,
d.h. dass herkömmliche Berufsprofile verschwinden, bisherige Standards
schneller obsolet werden als wir das bisher gewohnt sind. Zudem werden
immer mehr Abgänger des Schulsystems den Anforderungen der Arbeitswelt
nicht mehr gerecht.
Die
Definition des Kompetenzbegriffs und damit die Eingrenzung des Anforderungsprofils
von Schulen wird also immer schwieriger und bietet nicht mehr, wie früher,
zumindest für eine bestimmte Zeit lang Sicherheit.
Sicherheit
gibt es nur mehr in Bezug auf folgende Punkte:
-
Hohe
zeitliche Unsicherheit in Bezug auf die inhaltliche Festlegung der Lerninhalte
-
Hohe
Anforderungen im Bereich kommunikativer und kognitiver Elemente
-
Permanente
Änderung der technischen Standards und hohes Maß an Vernetzung
-
Zunehmendes
Gewicht von arbeitsplatzunabhängigen Qualifikationen.
Was
kann und muss Schule heute leisten, angesichts der sich rasch wandelnden Bedingungen
der Arbeitswelt, des Fortschritts in den Wissenschaften und
des sich rasant entwickelnden gesellschaftlichen Wandels? Wie
kann Schule den an sie herangetragenen Herausforderungen gerecht werden?
In
der bildungspolitischen Diskussion wird der Begriff der Schüsselqualifikation
zur Beantwortung dieser Fragen herangezogen. Medienkompetenz ist eine der
zentralen Schlüsselqualifikationen. Deshalb ist eine Annäherung
an den Begriff Medienkompetenz auch nur im Kontext der Schlüsselqualifikationen
möglich. |